Forschungsprojekt: Totholzsukzession
Pilze und Käfer - Leben im Totholz

- Hirschkäfer entwickeln sich in vermodern-dem Holz. (© L.Lammerhuber, MA49)

- Totholz als Pilz-Lebensraum. (© A.Mrkvicka)
Das Biosphärenpark Wienereald Management haben mit Unterstützung der Österreichischen Bundesforste und der MA49 WissenschaftlerInnen aus Wien und Graz beauftragt, in den Kernzonen Johannser Kogel und Mauerbach die Besiedlung umgestürzter Bäume durch holzzersetzende Pilze und totholzbewohnende Käfer zu untersuchen.
Holz wird im Lauf seines Zerfalls von unterschiedlichen Pilzen und Insektenarten besiedelt. Über die zeitliche Abfolge im Auftreten dieser Arten ist bis jetzt wenig bekannt. Viele von ihnen sind Raritäten, da ihr Lebensraum – das Holz alter, starker Bäume – durch die jahrhundertlange Waldbewirtschaftung bei uns heute nur mehr selten vorkommt. Auch über die Vorgänge beim Zerfall des Holzes ist wenig bekannt, zumal dieser sich - besonders beim widerstandsfähigen Eichenholz - über Jahrzehnte hinziehen kann.
Daher planen die ExpertInnen einen Untersuchungszeitraum von vorerst 10 Jahren, in dem mehrmals jährlich Holzproben entnommen und Käfer und Pilze untersucht werden. Bisher gibt es aus Österreich keine vergleichbaren Daten und es liegen nur Momentaufnahmen vor. In welcher Reihenfolge Pilze und Insekten über Jahre und Jahrzehnte auftreten und wie sie dabei das abgestorbene Holz verarbeiten ist weitgehend unerforscht. Die Kernzonen im Biosphärenpark, in denen nun keine reguläre Holznutzung mehr stattfindet, sind die idealen Forschungsgebiete dafür.
