Nussjagd im Biosphärenpark
Forschungsprojekt zum Mitmachen - Auf den Spuren der Haselmaus
Haselmäuse sind schwer zu finden – auch im Wienerwald: Gerade einmal so groß wie ein Daumen, leben sie bevorzugt im dichten Unterholz. Ihre versteckte Lebensweise bringt es mit sich, dass über diesen seltenen Kleinsäuger kaum etwas bekannt ist.
Der Biosphärenpark Wienerwald und seine Projektpartner, das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FiWi) und die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) initiieren gemeinsam ein außergewöhnliches Artenschutzprojekt für die Haselmaus. Unter Mitwirkung der Bevölkerung und ganz besonders der Kinder und Jugendlichen soll herausgefunden werden, wo die Haselmaus im Wienerwald vorkommt und wie gefährdet sie ist. Haselnüsse mit ihren charakteristischen Fraßspuren geben Aufschlüsse über die Anwesenheit der Nagetiere. Jeder kann sich auf Nussjagd begeben und die Nüsse mit einem Jagdbericht einschicken. Für Kinder und Jugendliche gibt es organisierte Nussjagden, bei denen sie viele spannende Details zur Haselmaus erfahren und gemeinsam möglichst viele Nüsse für das Projekt sammeln.
„Das Haselmaus-Projekt ist ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von wissenschaftlichem Artenschutz und spielerischer Naturvermittlung“, so Gerfried Koch, Direktor des Biosphärenpark Wienerwald. „Gemeinsam mit unseren Partnern in Forschung, Wirtschaft und Bildung machen wir den Biosphärenpark Wienerwald zu einem der größten Freilandlabors in Österreich.“
Das Forschungsprojekt wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Führungen, Folder und einer eigenen Website begleitet und vom Naturschutzbund und dem Forstamt der Stadt Wien (MA 49) unterstützt.
Erstellt am: 14.11.08


