Der Wienerwald als Lebensregion
Präsentation für den 13. und 14. Bezirk in Wien
Das Bewusstsein für die Bedeutung des Wienerwalds als Lebensregion gilt es nicht zuletzt auf der lokalen Ebene zu verankern. Nach diesem Motto stellt sich der Biosphärenpark in jenen Wiener Bezirken und niederösterreichischen Gemeinden vor, die in seinem Einzugsbereich liegen. Auftaktveranstaltung war am Donnerstag die Präsentation für die Bezirke 13 und 14 im Hietzinger Amtshaus.
Der Direktor des Biosphärenparks, Gerfried Koch, strich die Besonderheit einer Kulturlandschaft heraus, die letztlich von Menschenhand geschaffen wurde: Als Naherholungsgebiet am Rand einer Großstadt lebe sie von Projekten und Partnern im Bildungs-, Forschungs- und Unternehmensbereich. Sein Ziel ist es, dass der Begriff Biosphärenpark in eine paar Jahr so selbstverständlich geworden ist wie der Lainzer Tiergarten oder der Tiergarten Schönbrunn.
Spezielle und vorteilhafte Rahmenbedingungen schafft der Biosphärenpark-Status auch für Bürger und Politik. Für Grünflächen sei damit gewissermaßen ein doppelter Schutz gegeben, sagten Andrea Kalchbrenner, Vorsteherin für den 14. Bezirk, und Heinz Gerstbach, Vorsteher des 13., unisono und strichen die spezifische Lebensqualität ihrer Bezirke heraus.
Andreas Januskovecz, dem als Forstdirektor der überwiegende Teil der in Wien liegenden Grünfläche des Biosphärenparks unterstehen, betonte, dass die Erholungsfunktion und eine wirtschaftliche Nutzung des Gebiets durchaus vereinbar seien. Wie durch nachhaltiges Management ein Mehrwert zu erzielen sei, zeigten beispielsweise die Weingärten und die Erzeugung von Qualitätsfleisch mit dem Projekt Wienerwald Weiderind. Auch für die Direktorin des Tiergartens Schönbrunn, Dagmar Schratter, sind durch kluge Bewirtschaftung, Naturschutz und Ökonomie unter einen Hut zu bringen: Von Wienerwaldwiesen, die den Unterschlupf für bedrohte Tierarten bieten, bezieht der Zoo beispielsweise das benötigte Heu für seine Tiere. Der Tiergarten Schönbrunn, so kündigte Schratter an, werde sich künftig auch stärker als bisher der Präsentation von heimischen Tierarten widmen.
Erstellt am: 20.11.08

